Stehsatz

Mediadesign Hochschule Gestaltungsgrundlagen, Prof. Sybille Schmitz
Stehsatz–Fundamente

Schrift und Typografie befinden sich im digitalen Wandel – sind dynamisch, elastisch, emotional, fluid, kinetisch, seriell, temporal sowie vieldimensional anwendbar – und das in allen Medien. Augmented und Virtual Reality, sensorgesteuerte Geräte und Bildschirmoberflächen können ohne gute Typo­grafie nicht auskommen. Auch das gute Buch – reactive oder im klassischen Gewand – ist kaum wegzudenken. Die Technik offenbart eine Vielzahl an Möglichkeiten. Herausforderung bleibt es nach wie vor, diese sinnvoll und nicht inflationär zu nutzen, kontextbezogen und konzeptionell durchdacht einzusetzen – gute gestalterische Fundamente zu stärken, bewährte Grundlagen in den wesentlichen Gestaltungsdisziplinen zu untermauern.

Stehsatz #5 beschäftigt sich mit ebendiesem Span­nungsfeld aus Tradition und Moderne, hat Studio Dumbar in Rotterdam, Commercial Type und Studio Isometric in New York interviewt. Die Bachelorarbeit von Sofia Gronard beschäftigt sich mit der Zukunft der Sprache, Lucas Wurzacher lässt individuelle, virtuelle Resonanzräume entstehen.

In der Rubrik Druck und Papier wird neben kunstvollen internationalen Papierartefakten – zu sehen auf Global Paper 4 – dem Begriff Papierkunst nachgespürt, Upcycling im kreativen Hochdruck gezeigt sowie auf der Messe KreativArt vorgestellt.

Ein Reisetipp, ein Bauhaus Special, anlässlich des Bauhaus-Jubiläums 2019 sowie ein ausführlicher Showroom mit den Rubriken Visualisierung, Edito­rial Design, Experimentelle Typografie und Kalli­grafie komplettieren das Magazin.

Die 5. Ausgabe liegt vor mir und hinter mir eine lange Zeit des Bangens um deren Realisation. An dieser Stelle möchte ich mich ganz besonders bei unseren Anzeigenpartnern (Naturheilpraxis Adamietz, Mediadesign Akademie für Aus- und Weiterbildung GmbH, richtungspfeil.de, Serviceplan, Typographische Gesellschaft München e.V.) bedanken, ohne die unser Stehsatz-Magazin in diesem Jahr nicht gedruckt hätte werden können.

Fotos: Sybille Schmitz
Hoamatgfui – ein Magazin für bayerische Traditionen
Bachelorarbeit: Stephanie Dehler

Meine Bachelorarbeit »Hoamatgfui« behandelt das Thema Bayern, genauer gesagt den Themenbereich Oberbayern, München & Tradition. Wenn man diese Begriffe in der heutigen Zeit vernimmt, entstehen sofort Bilder vor dem inneren Auge, nicht selten Bilder zünftiger oder rustikaler Natur, für die man jedoch zumeist keinerlei Entsprechung mehr in der Wirklichkeit finden kann. Es werden vor allem in den Großstädten immer weniger Brauchtümer gepflegt, was bedauernswert ist, da sie doch sehr prägend und identitätsstiftend für die Gemeinschaft sind – oder sein könnten. Dies war der Beweggrund für meine Bachelorarbeit. Denn Traditionen in Bayern werden in der heutigen Zeit nur noch mit schlichten, klassischen aber eben auch populär-oberflächlichen Dingen wie Oktoberfest, Tracht und Bier in Verbindung gebracht. Als über Generationen hinweg verwurzelte, geborene Münchnerin ist man natürlich nicht begeistert, wenn selbst Einheimische das Brauchtum nur noch mit Abziehbildern desselben in Verbindung bringen können. Doch wenn man sich mit dem Thema Bayern tiefgründiger auseinandersetzt, merkt man, dass diese Region viel mehr rund um das Thema Traditionen bietet.

Mein Magazin über »Oberbayern, München und Traditionen« soll dem Leser verdeutlichen, wie reich dies Land doch ist an den vielfältigsten Dingen, die man unter Tradition subsumieren kann, und wie sich diese Traditionen in der Moderne – trotz aller Unkenrufe – behaupten.

Editorial Design 3. Semester
Maria Weiss

Diese Magazinausgabe mit der persönlichen Note widmet sich einer Stadt, die durch ihre Vielfalt überwältigt. Vollkommene Harmonie und starke Kontraste machen sie so einzigartig.

»Rue Charlemagne wird langsam wach, im Freien weht die herbstliche Frische und vonüberall erklingt immer lauter die Sprache von Jules Verne, Balzac und Jean-Jacques Rousseau.«

Auf meiner Reise habe ich zahlreiche Eindrücke, historisches Wissen gesammelt und Fotografien aufgenommen, die ich in Form einer erarbeiteten Route einem Reisenden auf den Weg geben möchte. Anliegen ist dabei eine Balance zwischen den klassischen Sehenswürdigkeiten und persönlichen geheimen Tipps im Bereich Fashion, Streetart und Gastronomie zu kreieren. Ein besonderer Wert wird dabei auf die Liebe zu den ästhetischen Details gelegt, die Paris erfüllen.

Bei der Gestaltung des Magazins trifft klassische gesetzte Typografie auf fotografische Raffinessen. Es soll eine Leichtigkeit auf der Reise gegeben werden und Platz frei für das festhalten eigener Eindrücke und Notizen.