Stehsatz

Depression: Editorial Design von Sakuya Miesczalok
Printprojekt (3. Semester): Sakuya Miesczalok

Depression ist medizinisch betrachtet ein sehr komplizierter Zustand, der noch nicht vollständig verstanden ist. Aus der Biologie wissen wir, dass chemische Reaktionen in unserem Körper einen großen Einfluss auf unseren seelischen Zustand haben und gewisse Ungleichgewichte zu ernsten Gefühlsschwankungen führen können. Diese beeinflussen dann unser tägliches Leben. Jeder hatte schon »depressive Phasen« und kennt den Zustand in­tensiver Traurigkeit. Allerdings leidet nicht jeder der »depressive Phasen« hatte auch an »Depression«. Hier liegt oft ein Missverständnis, das ich für ein ernstzunehmendes Problem halte. Viele glauben fälschlicherweise aus extremer Traurigkeit eine Diagnose von Depression ableiten zu können. Die Unterscheidung zwischen »traurig« und »nicht traurig« greift für eine Diagnose von Depression allerdings zu kurz.

Mein Ziel ist es mit dem hier vorgelegten Poesie­büchlein ein abstrakteres Verständnis dieser Krankheit aufzuzeigen. Dies soll helfen Menschen vom Stigma der Depression zu befreien und nicht einfach »Traurigkeit« verbildlichen. Ich habe einige medizinische Expertenmeinungen zur Krankheit und verschiedene Theorien zur möglichen Heilung herausgesucht,  vor allem um den Leser daran zu erinnern, dass Depression keine gewöhnliche Krankheit ist. Opfer erleben jeden Tag die Schwierigkeit erklären zu müssen, was mit ihnen geschieht und schaffen es nicht ihren Zustand präzise zu beschreiben. Ich will mit diesem Heft außerdem zum Verständnis beitragen, dass das Studium der gängigen Literatur zum Thema nur ein Aspekt ist um einem Betroffenen zu helfen und dass Zuhören eine ebenso wichtige Rolle spielt. Mit meiner typografischen Arbeit versuche ich, dieser Komplexität Ausdruck zu verleihen.

Fotos: Sakuya Miesczalok
Saskia Haller von Hallerstein
Experimentelle Textarbeit (3. Semester)

Dieses Objekt entstand auf der Suche nach einem besonderen (Sinn-)Zusammenhang durch nichtlineare Textanordnungen. Mit acht Plexiglasplatten wird das expressionistische Gedicht in Analogie zum verdichteten Stadtraum gestaffelt. Die das Gedicht eigentümlich strukturierenden Eigenschaftswörter bleiben dank besonderer Anordnungen als Durchblick auch bei der Textüberlagerung in der Frontalansicht lesbar.

Mediadesign-Studenten waren in ihrem 3. Semester mit einer sehr sensiblen Gestal­tungs­aufgabe im Bereich Gewaltopfer betraut.

Die Opferschutzorganisation WEISSER RING beauftragte die Studenten, eine zeit­gemäße Werbegestaltung zu entwickeln, um junge Leute zwischen 18 bis 35 Jahre
zu erreichen.

Anspruchsvolle Plakat- und Postkartengestaltungen, ein innovatives Guerilla-Marke­ting-Konzept und eine Projekt-Website wurden in einer öffentlichen Ausstellung vorgestellt. Nach der erfolgreichen Ausstellung befassen sich der­zeit die Studenten in direkter Zusammenarbeit mit dem »WEISSEN RING« mit der Umsetzung der Projektergebnisse.

Auszeichnung ADC Nachwuchswettbewerb 2012 Abschlussarbeiten
Kategorie Literatur
Marco dos Santos
Christian Schorm

»ODEM – Das ICH im WIR«

Das Internet macht die Erde zum Weltdorf. Connective-, collaborative- und co-creative Prozesse bestimmen zusehends die Netzwerkökonomie.

In einem Forschertagebuch untersuchen Marco dos Santos und Christian Schorm, wie dieses neue »WIR-Gefühl« zustande kommt.

Daraus resultierend entwerfen sie ein visionäres, biomorphes Interface, das den fluiden Kommunikationsbedürfnissen zukünftiger Generationen gerecht werden soll – jenseits der klassischen Maschinenkultur von iPhone und Co.