Stehsatz

Studiengang Media Design München, Laura Di Vita, Klasse Prof. Sybille Schmitz
Editorial Design (3. Semester): Laura Di Vita
Unikatbuch – Sind wir nicht Menschen?

Laura di Vita nahm sich für ihr Unikatbuch der Kurzgeschichte »Sind wir nicht Menschen?« von T.C. Boyle an, eine Geschichte über Genmanipulation. Das Buch ist gestaltet in der Art von wissenschaftlich wirkenden Unterlagen aus einem Labor. Neben der Kurzgeschichte selbst findet sich eine kleine Einleitung in die Themen Gentechnik, Genmanipulation und Designer-Babys. Ein regelmäßiges Gestaltungselement sind Wortraster, die Gen-Sequenzierungen widerspiegeln.

Als Akzentfarbe wurde die Farbe grün gewählt, die die Atmosphäre von Chemie und Künstlichkeit einer Laborumgebung evozieren. Am Ende des Buches ist ein Zertifikat eingefügt, das die erfolgreiche Zusammenstellung des Wunschkindes dokumentiert. Die Informationen darauf sind der Kurzgeschichte entnommen und spannen so einen Bogen zwischen Buch und Text. Ein neongrüner Umschlag, eine allgemeine Benutzungsordnung als Verpackung samt Info-Label verweisen auf die (vermeintliche) Praxistauglichkeit und Machbarkeitsphantasien, die gern mit Gentechnik verbunden werden, und runden das außergewöhnliche Buch ab.

Fotos und Redaktion: Sybille Schmitz
 Bachelorarbeit: Birte Schultze
»Extrem – experimentelle Serien zur Darstellung von Hochsensibilität«

Etwa 15 – 20 Prozent der Menschen zählen zu einer Personengruppe, die als hochsensibel bezeichnet werden. Diese zeichnen sich durch einen durchlässigeren Reizfilter sowie durch eine Vielzahl bestimmter (Charakter)Merkmale aus. Neben Vorteilen wie einem Gespür für Mitmenschen entstehen durch die ungefilterte Reizaufnahme und tiefgehendere Verarbeitung auch Nachteile wie ein ständiges Überfordert- und Überreizt sein. In unserer eher unsensiblen Gesellschaft werden diese Menschen oft als »Sensibelchen« o. ä. deklariert.

Um ein Verständnis von Normalsensiblen gegenüber Hochsensiblen zu schaffen und ein Nachvollziehen dieser besonderen Wahrnehmungsart zu ermöglichen, versucht die Arbeit mit experimentellen, typografischen Serien als Aufzeichnungen einer hochsensiblen Innensicht Emotionen in beschriebenen Situationskontexten zu visualisieren. Untermauert werden die Visualisierungen durch theoretische Texte, die neben einem aktuell gültigen Forschungsstand auch allgemeine sowie persönliche Erfahrungen zum Themengebiet wiedergeben. Die Gesamtgestaltung des Buches visualisiert zudem die Hochsensibilität auf der Metaebene sowohl durch die Wahl der verschiedenen Papiere als auch durch die Gestaltung der Texte, der Strukturierung des Buches sowie die Fülle an Darstellungen von Emotionen.