Stehsatz

Das Zeichen ist in verschiedenen Plakatvariationen in Szene gesetzt. Wort- und Bildmarke finden sich voneinander gelöst und sind getrennt anwendbar.
Grafische Zeichen (2. Semester): Sarah Janson
Logoentwicklung für die »Highline Munich«

Bei »Highline Munich« handelt es sich um ein fiktives Projekt, das inspiriert ist vom realen »Highline Park« in New York, einem öffentlichen Park, der auf einer ehemaligen Hochbahntrasse angelegt wurde. Auch das fiktive Münchener Pendant ist auf einer stillgelegten Hochbahn angesiedelt. Mit diesem neu erschlossenen öffentlichen Raum sollen sich alle Altersgruppen angesprochen fühlen, die gerne im Grünen spazieren gehen oder auch Sport treiben. Festivals, Veranstaltungen und Street Art Künstler finden ein neues Zuhause.

Entwickelt wurde ein Zeichen, das dieses Ansinnen widerspiegelt. Es wurde eine Schrift eingesetzt, die in ihrer Anmutung eher »hochgewachsen« als in der Breite wirkt, mit der die Höhe des Parks verdeutlicht wird. Schriftgrößen sind so aufeinander abgestimmt, dass eine kompakte Form entsteht. Der Ahorn gilt als Münchner Straßenbaum – deshalb wurde ein Ahornblatt gewählt um die Verbindung zwischen Highline, Stadtpark und München darzustellen. Durch den Druck mit Acrylfarben konnten unterschiedliche Blattstrukturen herausgearbeitet werden. Die Farbwahl fiel auf Gelb, da Gelb für Sonne, Lebensfreude, Vergnügung und Frohsinn steht. Der Farbton wirkt frisch, unaufgeregt modern und entspricht dem Wesen des Highline Parks.

Das Zeichen ist in verschiedenen Plakatvariationen in Szene gesetzt. Wort- und Bildmarke finden sich voneinander gelöst und sind getrennt anwendbar. Zudem entstanden Plakate für die (leider fiktive) Eröffnung im Februar 2021 sowie für vier Veranstaltungen im Laufe des Jahres. Dabei wurden als begleitendes Thema die Jahreszeiten aufgegriffen.

Fotos: Sarah Marie Janson
Visualisierung (1. Semester): Sarah Janson
Plakatreihe zu Gotye – »Somebody that I used to know«

In vier Plakaten wurde der Song »Somebody that I used to know« von Gotye visualisiert. Dargestellt werden ein Metabild sowie drei Teilabschnitte. Die zu einem Muster zusammengesetzten Balken geben die Rhythmik des Liedes wieder, wobei hier die breiten, tiefen Balken bzw. die hohen, schmalen Balken die männliche bzw. weibliche Stimme repräsentieren. Die Plakate wurden in drei Farbvarianten zu einer harmonischen Reihe umgesetzt.

Das erste Plakat zeigt den Song als stimmiges Ganzes, im zweiten wird der Rhythmus des Liedes und der Gesang von Gotye, im dritten die hohe Tonlage der Sängerin Kimbra durch schmale Balken visualisiert. Das letzte Plakat stellt das Zusammenspiel der beiden Stimmen sowie das abrupte Ende des Liedes dar. Erst im Zusammenspiel aller vier Plakate ergibt sich sowohl der Songtitel wie auch die Gesamtheit aller Schichten oder Perspektiven dieses sentimentalen Popsongs.

Obwohl er von Verlust und Trennungsschmerz handelt, evoziert das Anhören paradoxerweise eine selig-beschwingte Stimmung, was Entsprechung in belebenden Farbkombinationen findet.

Typografie (2. Semester): Sarah Janson

Aufgabenstellung war es, zwanzig Thesen zur Typografie — von namhaften Größen des Faches wie Kurt Schwitters, Günter Gerhard Lange, Kurt Weidemann, Emil Ruder und anderen — mit eben diesen typografischen Mitteln umzusetzen. So entstanden 100 rein typografische Gestaltungen, die dem Prinzip der systematischen Variation folgen und dabei den Gedanken des jeweiligen Zitates aufgreifen, illustrieren, untermauern oder auch konterkarieren.

Die Entwürfe arbeiten vor allem mit Überlagerung, extremer Vergrößerung oder auch mit einem »Hinausdenken über den Formatrand«, bei dem der Betrachter, die Betrachterin die erkannte Type gewissermaßen extrapoliert. Aber auch die Wirkung von Gegenräumen und das Spiel mit Illustrationen rufen Spannung hervor.

Hierbei wurden ausschließlich serifenlose Schriften gewählt, um den Fokus auf modernere Schriftarten und Leseerfahrungen zu richten, wie zum Beispiel die geometrische Mr. Eaves.