Stehsatz

Papierarbeit
Typografie (1. Semester): Ines Schäffer
Licht und Schatten – Papierarbeit

Der gegebene Begriff »Laut«, der mit seinem Gegenpol »Leise« den Ausgangspunkt dieser Arbeit bildet, steht für etwas auffälliges, starkes, er drängt sich stets in den Vordergrund und füllt den Raum, so wie das Licht. »Leise« hingegen verbinde ich mit etwas ruhigem, unauffälligem, das sich der klaren Wahrnehmung entzieht, wie das Dunkle, wie der Schatten. Diese Gedanken haben mich auf die Idee gebracht, dieses Gegensatzpaar mit den Elementen Licht und Schatten umzusetzen.

Ich nahm schwarze Pappe und schnitt das Wort »Licht« hinein, als Negativ. Dann stellte ich eine Lichtquelle dahinter um die Schrift zum leuchten zu bringen. Das Licht wirft durch die Schablone den Begriff »Laut« an die Wand. Das Wort ist in Majuskeln gesetzt, um es typografisch zu unterstreichen.

Beim »Leise« hingegen schnitt ich mehrfach das Wort »Schatten« in Minuskeln hinein, auf die Pappe bezogen positiv – d.h. ich schnitt Punzen und Gegenräume heraus. Die Lichtquelle projiziert somit den Begriff »Schatten« als Schatten. Der Betrachter muß also, der eingangs erwähnten Bedeutung des Wortes Leise entsprechend, aus dem Schattenteppich das Wort aufmerksam entziffern.

Fotos: Ines Schäffer
Freie Schriftarbeit (1. Semester): Marina Scalese

»Think outside the box« nennt Marina Scalese ihre filigrane Papierarbeit. Das Objekt selbst ist ein handwerklich sauberer Scherenschnitt, der den umgebenden Papierrahmen im Wortsinn verlässt. Schriftgestalterisch schafft Frau Scalese dabei einen Hybrid aus tradierten Fraktur- und modernen Streetartelementen, den sie in akribischer Detailarbeit abschließend schattiert hat.

Fotos: Janina Engel