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Camouflage und ihr Einsatz in der Stadtarchitektur
Bachelorarbeit: Benedikt Lämmel

Schon immer ist es Lebewesen ein Bedürfnis oder eine Lebensgrundlage sich zu tarnen, andere zu täuschen, sich zu verstecken oder einfach nur zu verwirren, um eigenes Leben zu sichern, Vorteile daraus zu ziehen, sich nicht zu offenbaren und für Schutz zu sorgen.

Was bedeutet Tarnung eigentlich? Meist denkt man spontan an das Muster von Tieren in der Natur, die durch Veränderung ihres Erscheinungsbildes nur mit Mühe erkannt werden. Im militärischen Bereich spricht man von Tarnen und Täuschen und meint damit das Benutzen von Tarnkleidung, Tarnmustern oder auch das Bedecken und Bemalen von militärischen Objekten wie Panzern oder Schiffen. Das Wort Camouflage (franz: Irreführung, Täuschung) wird hier oft entsprechend verwendet.

Camouflagetechniken können auch im Bereich der Kunst und Architektur zur Veränderung von Oberflächen verwendet werden, sie dienen zur Hinführung des Blickes auf ein Objekt oder zur Irritation des Betrachters. Tarnen und Täuschen basiert hauptsächlich auf die Beeinflussung der Wahrnehmung. Das geschieht in jedem Bereich durch Muster, die gekonnt entwickelt und eingesetzt werden. Wie lässt sich das Thema Camouflage auf die heutige Zeit übertragen und wie und wo kann es zum Beispiel in der Stadtgestaltung eine Rolle spielen? Diese Arbeit beschäftigt sich genau mit dieser Frage, zeigt Rückblicke auf die Entwicklung der Camouflagetechniken und wird experimentelle Ausblicke in mögliche Stadt- und Fassadengestaltung wagen. Die Stadt wird zur Kunstbühne!