Stehsatz

Queneau-Header
Editorial Design (3. Semester): Christina Blenk, Robin Bruckmeier, Emirhan Celik, Liesa-Johanna Ehrenberg , Marina Emeljanov, Robin Fritzsche, Simon Grässle, Sofia Gronard, Daniela Ibler, Silvia Jarosch, Felix Kastner, Jakob Kreitner, Melanie Kretzschmar, David Lang, Maximilian Roos, Theresa Schwaier, Sandra Tammery, Alessia Verrecchia, Verena Wurmser, Lucas Wurzacher

Raymond Queneau befreit die Sprache von ihrem Hauptzweck, eine Geschichte zu erzählen, er hebt ihre Macht aus den Angeln. In seinen Silübungen zeigt er in über 100 Variationen, wie man eine Geschichte auseinandernehmen und mit verschiedenen Methoden wieder neu zusammenfügen kann. Vergleichbar den Übersetzern dieser Stilübungen übernahmen die Studenten der MD1015 diese Offenheit im Umgang mit Sprache und Form, indem sie verwandte Vorgehensweisen in der Sprache der Typografie in Szene setzten

Editorial Design (3. Semester): Sofia Gronard, Lucas Wurzacher

Dieses Buch ist ein Versuch, eine Verbindung zwischen der sozialen Beschleunigung des modernen Lebens und des durch die Natur gegebenen Resonanzfeldes zu schaffen. Hierzu wurden Texte des Soziologen Hartmut Rosa aus dem Buch »Beschleunigung und Entfremdung« entnommen und in typografische Textstrukturen gewandelt, die in Nachbarschaft der Gletscherbilder für eine mögliche und sehr nachhaltige Resonanzerfahrung stehen.

Falte
Editorial Design (3. Semester): Simon Grässle

»Falte auf Falte, Falte nach Falte. Die ins Unendliche gehende Falte ist das Charakteristikum des Barock: die Faltungen der Materie und die Falten in der Seele.« In dem Buch »Die Falte« sieht der Autor Gilles Deleuze »in die Faltungen der Materie« und »liest in der Falten der Seele« und macht deutlich, dass Leibniz vor 300 Jahren der Lösung des Leib-Seele-Problems schon sehr nahe war: Die Falte hat zwei Seiten und ist doch eine Einheit wie Geist und Seele.

Mit dieser anspruchsvollen Falzarbeit zeigt Simon Grässle, dass Faltung wie im Barock nicht der Dekoration dient, sondern zur sinnlich verstehbaren Botschaft wird, die im Raum mit unterschiedlichen Blickrichtungen ihre Viel-Falt entwickelt.

Magazinanalyse
Editorial Design (3. Semester): Marina Emeljanov, Sofia Gronard

Achtung – das selbstbewusste Magazin aus Berlin mit 2 Heften pro Jahr und mit ebenso anspruchsvollen digitalen Berichten genießt internationales Ansehen. Seit 2003 funktioniert es, ohne die üblichen Pseudo-Kunstthemen, nur der Mode gewidmet. In konzentrierter beAchtung vieler Heftdetails und mit Sinn für diese Gestaltungswelt haben sich die beiden Studentinnen auf dieses eigenwillige Nischenmagazin eingelassen, das mit seinen außergewöhnlichen, aus lokalen Kontexten entwickelten Foto-Geschichten trotz deutscher Herkunft und kleiner Auflage von New York bis Moskau Ansehen findet.

Offen
Editorial Design (3. Semester): Marina Emeljanov, Theresa Schwaier

Was einem so alles auf- und einfallen kann, wenn man an dem Buch »Sex im Volksmund« des Wortschatzgräbers Ernest Borneman (50000 Wörter aus dem deutschen Volksvokabular der Liebe) Gefallen findet! Ein kolossaler Sprachreichtum, der mithalf, visuelle Ideen für das gewählte Thema dieses Projektes – das weibliche Geschlecht – zu entwickeln. Die beiden Studentinnen geben den Wortbildern eine visuelle Vielfalt mit tolldreisten Raumideen auf ihrer typografischen Bühne.

Studienfahrt 2016

Unser Venedig-Aufenthalt bot vielfältige Anregungen – die meiste Zeit von einem unbeschreiblichen Sonnenlicht begleitet: Vom besonderen italienischen Flair dieser Stadt mit erstaunlich zurückhaltendem touristischem Geschehen bis zu einem beeindruckenden Renaissanceschloss, das einigen von uns auch als Quartier diente; vom wichtigsten Entwicklungsschritt in der Entwicklung des Buches (Ausstellung in der Accademia über den Buchdrucker und Verleger Aldus Manutius) über einen besonders aufregenden Rasterpunktkünstler (große Ausstellung Sigmar Polke im Palazzo Grassi) zur thematisch ganz neu aufgestellten Architekturbiennale.

Dank einer unternehmungslustigen Truppe konnten wir trotz enger Zeiträume einen großen Teil der Pavillons in den Giardini sehen. Das besondere Thema der diesjährigen Biennale – Reporting from the Front – das unter dem Zeichen von Flucht, Migration, Verstädterung und sozialem Bauen steht, wurde mit dem deutschen Pavillon in ein klares politisches Zeichen umgesetzt: Deutschland ist (war?) offen – eindrucksvoll gezeigt in Mauerdurchbrüchen, die vielschichtige Durchblicke aus dem Gebäude bis hin zum Meer zuließen. Wie im Grafikdesign der letzten Jahre werden auch in der Architektur gesellschaftspolitische Themen immer drängender in den Zusammenhang ästhetischer Fragestellungen gebracht. Wenn dies auch mit den jeweiligen Länderpavillons nicht immer deutlich wurde, so hat uns die hohe Ausstellungsqualität eine abwechslungsreiche Fülle an Möglichkeiten gezeigt, die uns nachhaltig inspiriert hat.

Fotos Jakob Kreitner, Sybille Schmitz
Editorial Design (3. Semester): Anna-Maria Ott, Philipp Elsner

Welche Struktur steckt hinter dem monothematischen Magazin Slanted? Ausgehend von den verschiedenen Bedeutungen des Magazinnamens haben wir am Beispiel der Istanbul-Ausgabe versucht, das Wesen dieser Publikation zu ergründen und einen Vergleich mit dem Magazin Novum zu ziehen.

Autor: Philipp Elsner
Editorial Design (3. Semester): Katharina Krepil, Anna Schemmel

Wie intensiv sprechen uns Textseiten an, bevor wir zu lesen beginnen? Welche Mitteilungen sind allein durch die Form eines Textes möglich? Wie lange haben wir Spaß am »Lesen« von Texte ohne ihre Inhalte zu verstehen?

Mit diesem Projekt zeigen Anna und Katharina auf charmante Weise, dass auch mit Nudeln allerlei Ansprachen und textliche Verdichtungen möglich sind.

Editorial Design (3. Semester): Nicolai Bähr, Sara Donati, Philipp Elsner, Cornelia Engel, Emily Henderson, Lilian Karr, Katharina Krepil, Andrea Lee, Benjamin Mahal, Maximilian Ostermeier, Anna Schemmel, Florian Seeber, Max Spears

In zahlreichen Variationen erkundeten die Studenten der MD1014 räumliche Möglichkeiten der Typografie, um sich über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von gesetzter und gesprochener Sprache bewusst zu werden. Vorgegeben und diskutiert wurde der Text »Das konvivialistische Manifest – Für eine neue Kunst des Zusammenlebens«. Einige Beispiele werden hier vorgestellt.

Editorial Design (3. Semester): Sara Donati, Cornelia Engel, Lilian Karr, Katharina Krepil, Anna Kucher, Andrea Lee, Benjamin Mahal, Anna-Maria Ott, Anna Schemmel
25 Ideen werben für die Welt der Bücher und ihre Zukunft

Das Internet verändert unser Verhältnis zum Buch. Viele Vorteile des klassischen Buchhandels gegenüber den Online-Versandhändlern gehen in einer Zeit verloren, in der auch das »Prinzip Buch« in Frage gestellt wird. Im Sommer 2015 schlug die Münchner Buchwerbung der Neun GmbH der Mediadesign Hochschule München ein Projekt zur Entwicklung neuer Werbeideen für den Buchhandel vor. Eine Gruppe aus 9 Studentinnen und Studenten der Klasse MD1014 entwickelte 25 visionäre Möglichkeiten zur Gewinnung junger Leser und neuer Buchhandelskunden. Ein umfangreiches Buch präsentiert diese Ideenentwicklung.